Referenten der Sektion Landwirtschaft und Weinbau | Ampi – Asociace místních potravinových iniciativ, o.p.s.

Referenten der Sektion Landwirtschaft und Weinbau

Sektion Landwirtschaft und Weinbau

Jiří Urban

Jiří Urban gehört zur Gruppe der Gründer des ökologischen Landbaus in Tschechien. Er arbeitete in der landwirtschaftlichen Praxis, als Berater und Öko-Kontrolleur, in der staatlichen Verwaltung, als Vorsitzender des Verbandes der Biobauern und als Leiter des Bio-Instituts. Er arbeitete nicht nur auf tschechischen Biohöfen, sondern auch in ausländischen Institutionen wie z.B. dem FiBL. Sein ganzes Leben lang hat er sich mit dem ökologischen Landbau beschäftigt und als Berater das Wissens weitergegeben. Derzeit konzentriert er sich auf die Kontrolle im ökologischen Landbau, die Gesetzgebung und den Pflanzenschutz, unterstützt Demonstrationsbetriebe und die Praxis im ökologischen Weinbau, im Obstbau, Gemüseanbau und der Landschaftsgestaltung.

Vortrag: Ist der ökologische Landbau wirklich nachhaltig und kann er ohne Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel auskommen? Inhalt des Vortrags ist es zu zeigen, dass es bei guter Bodenpflege möglich ist, ohne Einsatz von Kunstdüngern und chemisch-synthetischen Pestiziden auf moderne, nachhaltige Weise zu wirtschaften und ausreichende Erträge und Produktionsqualität zu erzielen. Zum ersten Mal werden öffentlich Ergebnisse aus dem ökologischen Langzeitversuch und der Pflanzenschutzmittelprüfung der Zentralen Inspektions- und Prüfstelle für Landwirtschaft (ÚKZÚZ) vorgestellt.

Workshop 1: Bodenpflege und Pflanzenernährung im ökologischen Landbau. Das Hausmärchen vom Hahn und der Henne, oder jedes Bodentierchen kann manchmal und irgendwie in die Pflanzenernährung hineinsprechen, wobei es durch gegenseitige Vertretbarkeit die Pflanzenernährung auch bei wechselnden äußeren Bedingungen in den Zeiten klimatischer Unsicherheit sicherstellt. Hinzu kommt, dass die lebenden Akteure den Stoff- und Energiefluss im Bodenmilieu steuern und so die Stabilität der Formen und die Menge der organischen Substanz im Boden wiederherstellen können.



Jaroslav Záhora 

Jaroslav Záhora beschäftigt sich seit langem mit der Forschung im Bereich der mikrobiellen Aktivität des Bodens und der gegenseitigen Wechselwirkungen zwischen Bodenorganismen. Derzeit untersucht er landwirtschaftliche Systeme, die die natürliche Fruchtbarkeit von Böden nutzen, erhalten und steigern. Er hält außerdem Vorlesungen über Bodenmikrobiologie an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Mendel-Universität in Brünn. In der Lehre nutzt er seine Kenntnisse aus der Forstpädagogik und vom bisherigen Arbeitsplatz der Brünner Zweigstelle des Botanischen Instituts der Akademie der Wissenschaften.

Workshop 1: Bodenpflege und Pflanzenernährung im ökologischen Landbau. Das Hausmärchen vom Hahn und der Henne, oder jedes Bodentierchen kann manchmal und irgendwie in die Pflanzenernährung hineinsprechen, wobei es durch gegenseitige Vertretbarkeit die Pflanzenernährung auch bei wechselnden äußeren Bedingungen in den Zeiten klimatischer Unsicherheit sicherstellt. Hinzu kommt, dass die lebenden Akteure den Stoff- und Energiefluss im Bodenmilieu steuern und so die Stabilität der Formen und die Menge der organischen Substanz im Boden wiederherstellen können.


Martin von Mackensen  

Martin von Mackensen ist ein biodynamischer Landwirt und Pädagoge. Er lebt und arbeitet am Flaggschiff der biodynamischen Landwirtschaft, dem Dottenfelderhof bei Frankfurt am Main. Seit 1991 leitet er hier die Landbauschule für biologisch-dynamische wirtschaftsweise, und unterstützt junge Landwirte auf ihrem Weg, denn wie er sagt: „Es gibt genug Bauernhöfe und Möglichkeiten, aber was wir wirklich brauchen, sind fähige und motivierte Menschen.“ Martin von Mackensen ist seit langem aktiv als biodynamischer Berater, nicht nur in Deutschland, sondern auch auf ausländischen Betrieben.

Workshop 3: Pflanzenernährung und Düngung in der biodynamischen Landwirtschaft

Workshop 7: Pflanzenernährung und Düngung in der biodynamischen Landwirtschaft II

 


Georg Meissner

Georg Meissner ist Berater auf dem Gebiet des Weinbaus und der biodynamischen Landwirtschaft. Er ist außerdem Leiter der umfangreichen Weinbau-Aktivitäten von Alois Lagedero in Norditalien in der Region Südtirol. Georg hat einen Abschluss in technischem Weinbau und Önologie in Montpellier, Frankreich, und sein Interesse am ökologischen und biodynamischen Weinbau hat ihn um die ganze Welt geführt. Er arbeitet unter anderem als Forscher am Institut für Weinbau des Geisenheimer Instituts für Angewandte Wissenschaften in Rheingau.
Workshop 6 und 10: Ökologischer und biodynamischer Weinbau. In diesen Workshops werden wir uns mit den Besonderheiten des biologischen und biodynamischen Weinbaus befassen. Gleichzeitig werden wir aktuelle Themen der tschechischen Weinbauern ansprechen, wie z.B. ESKA:  Ursachen, Prävention, Abhilfe. Vorbereitung des Bodens für die Verjüngung der Weinberge (Wiederbepflanzung). Viehbestand (Tiere) im Weinberg. Schutz vor Schäden durch Wildtiere (Rehe, Damhirsche, Wildschweine) und Behandlung des Unterstockbereichs im Weinberg.


Martin Hutař

Martin Hutař ist Biobauer und Lebensmittelhändler. Er versucht, das erworbene Wissen und die Erfahrungen aus seiner lebenslangen Praxis sowohl an die Projekte weiterzugeben, in denen er tätig ist (im Lebensmittelunternehmen PRO-BIO und auf dem Bio-Bauernhof in Velké Hostěrádky), als auch an Lieferanten oder andere Bio-Landwirte. Er ist überzeugt, dass die Bio-Landwirtschaft auch wirtschaftlich ist, und er überzeugt gerne Skeptiker, auch diejenigen, die zögern. Die Prinzipien des ökologischen Landbaus sind für ihn allmählich zu einer Lebensphilosophie geworden, die sich auf das Leben in der Familie, in der  Gemeinde, in der Gesellschaft wie auf dem ganzen Planeten gültig ist.

Workshop 9: Umstellung auf ökologischer Landbau, Teil I – Wechsel. Was erwartet die neu umgestellten Landwirte? Das Wichtigste ist Umdenken, von konventionell zu ökologisch. Aber was bedeutet das, die Denkweise zu ändern? Dieser Workshop konzentriert sich auf die ersten 5 Jahre als Biobauer. Was sind seine Aufgaben und welche Fallstricke warten auf ihn?

Workshop 11: Umstellung auf ökologischen Landbau, Teil II – Nachhaltigkeit. Wenn der Betrieb stabilisiert ist, gibt es eine Zeit, in der der Landwirt nicht einschlafen darf. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die Intensivierung der Produktion und die damit verbundenen Fragen des Absatzes und der Investitionen ins Spiel kommen. Nachhaltigkeit spiegelt die Notwendigkeit wider, zu lernen und sich ständig zu verbessern. Aus Fehlern lernen und Lösungen finden, um das Unternehmen voranzubringen. Es gibt eine Fülle von Informationen, aber welche sind wirklich relevant? Im ökologischen Landbau bedeutet eine gesunde Wirtschaft einen gesunden Boden. Im ökologischen Landbau kennen wir das Konzept der Notbremse nicht.


Urs Niggli

Urs Niggli ist Ingenieur Agronom der ETH, wo er auch doktorierte. Er arbeitete während zehn Jahren zuerst bei Agroscope Zürich-Reckenholz im Futterbau und anschliessend in Wädenswil als Leiter der Unkrautforschung im Obst-, Wein- und Gemüsebau. Von 1990 bis 2020 war Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Frick. Er entwickelte das FiBL zu einem europäischen Netzwerk mit Standorten in Deutschland, Österreich, Frankreich und Brüssel. 2020 gründete er das Institut für Agrarökologie, wo er Projekte für die Lebensmittelindustrie und Stiftungen bearbeitet. Er hat auch ein grösseres Mandat als wissenschaftlicher Berater von Agroscope Schweiz und ist Obmann von FiBL Österreich. Urs Niggli ist seit 2009 Honorarprofessor an der Universität Kassel-Witzenhausen und seit 2019 Honorarprofessor an der Landwirtschaftlichen Universität in Beijing. Er ist Ehrendoktor der Universität in Tartu/Estland. Er war Mitglied der Scientific Group für die Vorbereitung des UNO-Food System Summits 2021.

Vortrag: Ökologischer Landbau – ein wichtiger Weg zur Nachhaltigkeit


Matthias Strahlhofer

Matthias Strahlhofer ist im Bereich der Bodenforschung, Weiterbildung und bodenkundlichen Beratung tätig und seit Oktober 2020 beim Technischen Büro Unterfrauner in Wien angestellt. Im Rahmen mehrerer Praktika und Forschungsaufenthalte (Spanien, Mexiko, Malaysia, Galápagos) sowie seines Studiums an der BOKU beschäftigte er sich intensiv mit den Themen Bodenmanagement, bodenkundliche Kartierung und nachhaltige Bewirtschaftung. Die ganzheitliche Betrachtung der Bodenfruchtbarkeit und die Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen (Stichwort Klimawandel) stehen bei ihm im Zentrum.

Vortrag: Aktive Mobilisierung von Nährstoffen im Boden I. Vor dem Hintergrund des wachsenden Bewusstseins für die Umweltauswirkungen des Mineraldüngereinsatzes (sowohl bei der Herstellung als auch bei der falschen Anwendung) und der Hinweise auf Nährstoffungleichgewichte, die häufig durch konventionelle Düngeverfahren verursacht werden, wird der alternative Ansatz „Mobilisierung statt Düngung“ sowohl für die ökologische als auch für die konventionelle Landwirtschaft immer attraktiver. Pioniere und Forscher des ökologischen Landbaus wie Rudolf Steiner, Edwin Scheller und Stefan Husz waren ihrer Zeit voraus, als sie die Notwendigkeit betonten, die konventionelle Düngepraxis in der Landwirtschaft zu überdenken. Um diesen Ansatz zu fördern, ist es jedoch unerlässlich, ein umfassendes Wissen über die verschiedenen Nährstoffverfügbarkeiten (verschiedene chemische Verbindungen) und damit über die verschiedenen Nährstoffpools im Boden zu erlangen, die potenziell mobilisiert werden können.

Workshop 5: Aktive Mobilisierung von Nährstoffen im Boden II. Aktive Mobilisierung ausgewählter Nährstoffe mit Schwerpunkt auf Phosphor, Mangan und Mikronährstoffen.


Jan Trávníček

Jan Trávníček ist Berater für den ökologischen Landbau und Mitbegründer und Direktor von Beratungsfirma Czech Organics. Czech Organics befasst sich mit umfassender Beratung für Biobauern und angewandter Forschung zum ökologischen Landbau. Seit 2021 koordiniert er die Aktivitäten der Vereinigung innovativer Biobauern und der ersten Bioregion in der Tschechischen Republik.

Workshop 9: Umstellung auf ökologischer Landbau, Teil I – Wechsel. Was erwartet die neu umgestellten Landwirte? Das Wichtigste ist Umdenken, von konventionell zu ökologisch. Aber was bedeutet das, die Denkweise zu ändern? Dieser Workshop konzentriert sich auf die ersten 5 Jahre als Biobauer. Was sind seine Aufgaben und welche Fallstricke warten auf ihn?

Workshop 11: Umstellung auf ökologischen Landbau, Teil II – Nachhaltigkeit. Wenn der Betrieb stabilisiert ist, gibt es eine Zeit, in der der Landwirt nicht einschlafen darf. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die Intensivierung der Produktion und die damit verbundenen Fragen des Absatzes und der Investitionen ins Spiel kommen. Nachhaltigkeit spiegelt die Notwendigkeit wider, zu lernen und sich ständig zu verbessern. Aus Fehlern lernen und Lösungen finden, um das Unternehmen voranzubringen. Es gibt eine Fülle von Informationen, aber welche sind wirklich relevant? Im ökologischen Landbau bedeutet eine gesunde Wirtschaft einen gesunden Boden. Im ökologischen Landbau kennen wir das Konzept der Notbremse nicht.


Adam Brezáni

Er arbeitet bei der Handelsgesellschaft PROBIO als Projektmanager, wo er Martin Hutař bei der Verwirklichung seiner Pläne und Visionen durch Forschungsprojekte im Unternehmen und auf dem Bauernhof in Velké Hostěrádky unterstützt. Zusammen mit Jan Trávníček gründete er die Beratungsfirma Czech Organics. Er ist einer der Garanten für das technische Programm des Demonstrationsbetriebs in Velké Hostěrádky.

Workshop 9: Umstellung auf ökologischer Landbau, Teil I – Wechsel. Was erwartet die neu umgestellten Landwirte? Das Wichtigste ist Umdenken, von konventionell zu ökologisch. Aber was bedeutet das, die Denkweise zu ändern? Dieser Workshop konzentriert sich auf die ersten 5 Jahre als Biobauer. Was sind seine Aufgaben und welche Fallstricke warten auf ihn?

Workshop 11: Umstellung auf ökologischen Landbau, Teil II – Nachhaltigkeit. Wenn der Betrieb stabilisiert ist, gibt es eine Zeit, in der der Landwirt nicht einschlafen darf. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die Intensivierung der Produktion und die damit verbundenen Fragen des Absatzes und der Investitionen ins Spiel kommen. Nachhaltigkeit spiegelt die Notwendigkeit wider, zu lernen und sich ständig zu verbessern. Aus Fehlern lernen und Lösungen finden, um das Unternehmen voranzubringen. Es gibt eine Fülle von Informationen, aber welche sind wirklich relevant? Im ökologischen Landbau bedeutet eine gesunde Wirtschaft einen gesunden Boden. Im ökologischen Landbau kennen wir das Konzept der Notbremse nicht.

 

Referenten der Sektion Soziale Landwirtschaft

 

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